Eine »Schnellboot«-Partnerschaft für Deutschland

Eine »Schnellboot«-Partnerschaft für Deutschland

Polarise fungiert als strategischer Infrastrukturpartner hinter der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom in München und stellt innerhalb kürzester Zeit eine der leistungsstärksten und souveränsten KI-Infrastrukturen Deutschlands bereit. In dieser Case Study erfahren Sie, wie Polarise die Deutsche Telekom dabei unterstützt hat, einen bestehenden Standort in eine hochdichte KI-Fabrik umzuwandeln, die ab Anfang 2026 bis zu 10.000 NVIDIA Blackwell-GPUs beherbergen und 0,5 EFLOPS Rechenleistung für die europäische Industrie bereitstellen wird.


1.
Deutsche AI Factory in industriellem Maßstab
6
Monate von Planung bis Betrieb
15
Megawatt Leistung

Kundenprofil

Die Deutsche Telekom ist einer der führenden Telekommunikationsanbieter Europas und ein wichtiger Akteur im Bereich der digitalen Infrastruktur für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Um die KI-Souveränität für Deutschland und Europa zu stärken, baut die Deutsche Telekom in München die „Industrial AI Cloud“ auf, die es Unternehmen ermöglicht, fortschrittliche KI-Modelle mit sensiblen und geschäftskritischen Daten unter Einhaltung europäischer Vorschriften zu trainieren und zu betreiben.

Die Industrial AI Cloud zielt auf Anwendungsfälle ab, die von industriellen digitalen Zwillingen und Robotik bis hin zu großen Sprachmodellen und branchenspezifischen KI-Anwendungen für die Fertigung, Logistik und den öffentlichen Sektor reichen.


Herausforderung

Bis 2024/25 hatte rund ein Fünftel der Unternehmen sensible und geschäftskritische Daten aus Hyperscale-Clouds in lokale Umgebungen zurückverlagert, was die Nachfrage nach souveränen, sicheren und leistungsstarken KI-Kapazitäten unter europäischer Aufsicht deutlich steigerte. Die Deutsche Telekom musste in Deutschland rasch eine groß angelegte KI-Cloud aufbauen, um Großunternehmen, mittelständische Firmen und Start-ups zu bedienen, ohne jahrelang auf die Realisierung neuer, von der EU geförderter Gigafabriken warten zu müssen.

Zu den wichtigsten Herausforderungen gehörten:

  • Bereitstellung extremer Rechenleistung in Form Tausender NVIDIA DGX B200- und NVIDIA RTX PRO-Systemen bei gleichzeitiger Wahrung von Energieeffizienz und Ausfallsicherheit.
  • Umbau eines bestehenden Standorts in eine KI-Fabrik mit minimaler Time-To-Market anstelle eines langwierigen Neubau bei gleichzeitiger Einhaltung höchster Industriestandards und Sicherheitsmaßnahmen.
  • Einhaltung eines extrem engen Zeitplans, um die ersten Kunden bis Anfang 2026 bedienen zu können.

Lösung

Polarise konnte schnell auf den bereits erfolgreich gescouteten Standort im Tucherpark in München zurückgreifen, da dieser bereits Teil des Site-Vorlaufs der Polarise war. Ursprünglich war ein Rechenzentrum ausschließlich für den Eigenbedarf von Polarise vorgesehen, doch es stellte sich schnell heraus, dass der Standort die Anforderungen der deutschen Industrial AI Cloud ideal erfüllen konnte. Aufbauend auf früheren Erfahrungen mit der Realisierung souveräner AI-Fabriken in ganz Europa, darunter eine ähnliche Anlage in Oslo, setzte Polarise ein KI-zentriertes Design und ein Wärmerückgewinnungskonzept um, das für das ausgewählte Portfolio an hochdichten GPUs der Industrial AI Cloud optimiert war, und überwachte den gesamten Ausbau. Darüber hinaus zeichnet sich Polarise für den reibungslosen Betrieb des gesamten Systems bis auf Rack-Ebene verantwortlich.

Die Lösung umfasst:

  • Die Sanierung und den Umbau eines ehemaligen Bankrechenzentrums zu einer speziell für diesen Zweck konzipierten KI-Fabrik.
  • Den Einsatz der einzigartigen Polarise „AI Pods“– modulare Einheiten, die als kleine Rechenzentren innerhalb des Rechenzentrums fungieren und eine blitzschnelle Bereitstellung hoher KI-Kapazität mit planbaren Energie- und Kühlungsanforderungen ermöglichen.
  • Entwurf einer skalierbaren, energieeffizienten Infrastruktur, die das Wasser des nahegelegenen Eisbachs für eine nachhaltige Kühlung nutzt und die Abwärme der KI-Server wiederverwendet.
  • Vorbereitung für die Integration in Fernwärmekonzepte ähnlich dem von Polarise in Oslo verwendeten Modell in voller Übereinstimmung mit der Revitalisierungsstrategie für den Münchner Tucherpark.

Technische Umsetzung

Die Münchner AI Factory von Polarise wird derzeit aufgebaut, um die mehr als 1.000 NVIDIA DGX B200-Systeme und NVIDIA RTX PRO-Server der Industrial AI Cloud mit bis zu 10.000 NVIDIA Blackwell-GPUs und einer Rechenleistung von 0,5 EFLOPS zu beherbergen. Der Standort bietet rund 20 Petabyte Speicherplatz und ist über vier 400-Gbit/s-Glasfaserverbindungen angebunden, die eine Konnektivität mit hohem Durchsatz und geringer Latenz zum Netzwerk der Deutschen Telekom und zur T-Cloud gewährleisten – für nahtlose Leistung und Integration in das Sovereign-Cloud-Portfolio der Deutschen Telekom.

Auf einer Serverfläche von mehreren tausend Quadratmetern gewährleistet das Infrastrukturdesign von Polarise volle Energieeffizienz, die Einhaltung hoher Sicherheits- und Qualitätsstandards sowie die Möglichkeit zur weiteren Skalierung bei steigendem Bedarf.


Kooperationsmodell

Die Zusammenarbeit ist so strukturiert, dass sich Polarise auf die physische und technische KI-Infrastruktur sowie deren Betrieb konzentriert, während die Deutsche Telekom, NVIDIA und SAP darauf aufbauend das umfassendere Cloud- und Anwendungsökosystem entwickeln.

Polarise entwirft, errichtet und betreibt die KI-zentrierte Rechenzentrumsinfrastruktur, einschließlich der hochdichten Stromversorgung, Kühlung und KI-Pods innerhalb der AI Factory.

Die Deutsche Telekom nutzt diese Anlage als physische Grundlage für die Industrial AI Cloud und bietet Unternehmen Zugang zu GPU-Kapazitäten, Migrationsdiensten, Sicherheitslösungen und Prozessintegration.

NVIDIA stellt die GPU-Plattformen und KI-Technologien bereit, während SAP die SAP Business Technology Platform und Anwendungen als Teil eines souveränen „Deutschland-Stacks“ für öffentliche und sicherheitsrelevante Organisationen bereitstellt.


Ergebnisse

Die Partnerschaft liefert bereits Jahre vor vergleichbaren Projekten in anderen Teilen Deutschlands und Europas belastbare Ergebnisse und positioniert München als führenden Knotenpunkt für KI-Infrastruktur. Die AI Factory wird Anfang 2026 den Betrieb aufnehmen, wobei die Deutsche Telekom bereits zu Jahresbeginn die ersten Hochleistungs-KI-Chips für die Industrial AI Cloud in Betrieb nehmen wird.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Zusammenarbeit zählen:

  • Eine Steigerung der verfügbaren KI-Rechenkapazität in Deutschland um rund 50 Prozent.
  • Eine souveräne, unter europäischer Kontrolle stehende Infrastruktur für Unternehmen, KMUs, Start-ups und öffentliche Einrichtungen, um KI-Lösungen mit sensiblen Daten zu entwickeln und zu betreiben.
  • Eine der leistungsstärksten KI-Infrastrukturen in Deutschland, die durch die intelligente und umweltfreundliche Wiederverwendung bestehender Infrastruktur und Kühlkapazitäten durch den nahegelegenen Eisbach sowie durch modulare KI-Pods anstelle von Neubauprojekten in Rekordzeit realisiert wurde.

Auswirkungen auf die KI-Souveränität und die Industrie

Die „AI Factory Munich“ und die „Industrial AI Cloud“ unterstützen unmittelbar das strategische Ziel Deutschlands und Europas, technologische und datenbezogene Souveränität im Bereich KI zu erlangen. Indem die Inferenz- und Trainingskapazitäten in Deutschland verbleiben, können Unternehmen digitale Zwillinge, industrielle Simulationen, Robotikanwendungen und große Sprachmodelle entwickeln und dabei die Kontrolle über ihre proprietären Daten behalten.

Diese Infrastruktur legt den Grundstein für Produktivitätssteigerungen in der Industrie und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Branchen wie Fertigung, Logistik und Luftfahrt und ermöglicht es Partnern wie Perplexity, lokale KI-Inferenzdienste für deutsche Nutzer und Unternehmen bereitzustellen. Das Modell von Polarise, das auf schnell einsetzbaren, nachhaltigen KI-Fabriken in ganz Deutschland basiert, schafft eine reproduzierbare Blaupause für den Ausbau souveräner KI-Kapazitäten in ganz Europa in Rekordzeit.

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Thimo Groneberg - CCO

Thimo Groneberg

CCO

@Polarise